Alte Wege gehen – Neues entwickeln


Etwa 200 Jahre alter Weg von Strasburg (Uckermark) nach Carolinenthal

Etwa 200 Jahre alter Weg von Strasburg (Uckermark) nach Carolinenthal

Dieser alte Weg ist vermutlich 200 Jahre alt. Oder sogar noch älter. Er führt von Strasburg (Uckermark) nach Carolinenthal. Wenn man noch weitergehen möchte, geht man nach Fahrenholz.
Ich bin diesen alten Weg heute gegangen, um zu erkunden, wie dieser Abschnitt der „Uckermärker Bauerntour“ aussieht, denn für „Das Hecken-Projekt“ ist eine gründliche Bestandsaufnahme sinnvoll. So kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Von Carolinenthal kann man erfahren: der Ort wurde 1745 erstmals urkundlich erwähnt, ist also älter. Es gibt nur ein paar wenige Häuser im kleinen Ort. Bemerkenswert ist der alte Gutshof, der jetzt wieder hergerichtet ist und eine Buchbinderei beherbergt. Man nannte Carolinenthal auch „Mücken-Krug“ oder Guterbocksches Vorwerk. Heute gehört der kleine Ort zur Gemeinde Uckerland, der flächenmäßig größten ländlichen Kommune Brandenburgs.
Von Carolinenthal nach Fahrenholz führt der Weg am Waldrand entlang. Fahrenholz wurde schon 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Einer dieser schönen, sehr alten Orte in der Uckermark.

Etwa 200 Jahre hat diese Eiche schon gesehen. Man findet sie am Weg von Fahrenholz nach Carolinenthal (Uckerland)

Etwa 200 Jahre hat diese Eiche schon gesehen. Man findet sie am Weg von Fahrenholz nach Carolinenthal (Uckerland)

Man findet noch wertvolle alte Baumbestände an diesem schönen Abschnitt der „Uckermärker Bauerntour“. Etliche hundert Meter blühende Kastanien, alte Eichen und – sehr besonders an diesem Weg – sehr alte Kopfweiden, die, obwohl sie aus größerer Entfernung wie „Baumruinen“ wirken, doch voller Leben sind.
Wer diesen alten Wegabschnitt aufmerksam geht, wird Felder finden, die mit großen Bäumen eingefaßt sind. Linden, Eichen, Kastanien. „Verwertbares Holz“, denn die Früchte wurden oftmals für die Tiermast eingesetzt. Die Bauern konnten rechnen. Deshalb schützten sie ihre Äcker vor Erosion und sie pflanzten, was nützlich war. Das ist heute oft anders. Da denkt man kurzfristiger, richtet sich nach der „Marktlage“ und nicht nach den Bedarfen kommender Generationen.

alte Straße von Strasburg (Uckermark) nach Carolinenthal. Rechts mit Baumbestand, links mit Schlehenhecke. Die Straße und einzelne, noch erhaltene Bäume sind etwa 200 Jahre alt

alte Straße von Strasburg (Uckermark) nach Carolinenthal. Rechts mit Baumbestand, links mit Schlehenhecke. Die Straße und einzelne, noch erhaltene Bäume sind etwa 200 Jahre alt

Unsere Vorfahren haben die alten Wege angelegt und sie bepflanzt. Wir könnten uns sonst nicht an ihrer Schönheit freuen.
Daran kann man denken, wenn man nun daran geht, und die alten, mittlerweile sehr lückenhaft gewordenen Hecken wieder schließt und neue anlegt. Schritt für Schritt wollen wir das tun. Stück um Stück, Abschnitt um Abschnitt. Damit sich unsere Nachfahren einmal daran freuen können.
Wir wollen das nicht alleine tun, sondern haben unser Projekt geöffnet für Menschen, die etwas für ihre Nachkommen tun wollen. So wird ein schönes Gemeinschaftswerk entstehen. Nach und nach. Schritt für Schritt. Abschnitt für Abschnitt.
Und, wenn es gut wird, werden unsere Pflanzungen so, wie die alten Hecken, die man heute noch sehen kann, noch in 200 Jahren zu sehen sein.
Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, können Sie das hier tun.
https://www.betterplace.org/de/projects/42756-das-hecken-projekt-in-uckerland

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Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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