Über den Tag hinaus. Weshalb wir nicht nur an heute denken


Bei unseren Entscheidungen im Kirchgemeinderat versuchen wir, nicht nur an heute, sondern auch an die kommenden Generationen zu denken.
Wir haben den demografischen Wandel zu berücksichtigen, aber auch die globalen Prozesse, die mit dem Stichwort „Klimawandel“ bezeichnet sind. In dessen Folge werden die Probleme mit der Erosion der Böden auch bei uns in der Uckermark zunehmen. Viele Landwirte klagen jetzt bereits darüber. Auch werden wir starke Veränderungen des Grundwasserspiegels und zunehmende Trockenheiten zu verkraften haben. Deshalb überlegen wir – als Eigentümer von nicht wenig Land – wie wir unsere Verantwortung wahrnehmen und unseren Beitrag leisten können.
Heute sind wir einen weiteren Schritt in diese Richtung gegangen. Wir haben auf einem ersten Stück Kirchenland eine 200 Meter lange und etwa 5 Meter breite Hecke pflanzen lassen. Eingebracht wurden 25 Sandbirken, 50 Weißdorn, 25 Gemeiner Apfel, 50 Ebereschen, 25 Kreuzdorn, 25 Hundsrosen, also fast komplett Pflanzen, deren Früchte auch wichtig sind.
Den Auftrag erhielt die Firma Forstdienstleistungen Christian Käding aus Boock (Uckermark). Dieser erste Heckenabschnitt wird etwa 2000 Euro kosten.
Aber: es ist gut angelegtes Geld. In Uckerland fehlen seit der Flurbereinigung in den 50er Jahren Hecken. Die kostbare Ackerkrume wird durch Wind- und Wassererosion abgetragen, der Boden verliert an Wert und kann seine Aufgaben zunehmend schlechter erfüllen. Deshalb müssen und wollen wir als Eigentümer vorsorgen.
Das heutige Tagewerk von vier Männern der Firma Christian Käding haben wir deshalb in einem Video dokumentiert, das man hier sehen kann.
Wir wollen nun in einem nächsten Schritt gemeinsam mit unserer Grundstücksabteilung und unseren Pächtern anhand von genauen Karten herausfinden, an welchen Stellen wir weitermachen können. Wir vermuten, dass wir auf mehrere Kilometer (!) geeignetes Gelände stoßen, denn wir haben nicht wenig Land.
Gleichzeitig wollen wir prüfen, ob wir ggf. mit dem Land Brandenburg kooperieren können, denn Erosionsschutz liegt ja auch im Interesse der Regierung.
Daraus wird dann ein langfristiger Plan entstehen, den wir Pflanzsaison um Pflanzsaison, Jahr um Jahr abarbeiten können.
Wir können als Kirchgemeinde auf diese Weise einen wirksamen Beitrag leisten, damit die Natur, die uns ja nur anvertraut ist, damit wir sie pflegen und bewahren, geschützt und erhalten wird.

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
Dieser Beitrag wurde unter über uns, Tagesnotizen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s