Hast du eine Orgel? Dann lass sie hören. Eine kleine Hör-Geschichte vom Lande


Kantor Jörg Reddin (Bach-Kirche Arnstadt) an der Orgel in Hetzdorf (Uckermark)

Kantor Jörg Reddin (Bach-Kirche Arnstadt) an der Orgel in Hetzdorf (Uckermark)

Im Grunde ist die Sache einfach: wir haben Das Pilgerhaus am Rosengarten. Da kann man übernachten. Wenn man Kantor ist, bekommt man Quartier und Frühstück gratis – wenn man ein oder zwei Konzerte veranstaltet.
Dieses neue Angebot hat als erster Jörg Reddin angenommen. Wir kannten uns zunächst via Internet. Dann persönlich. Ich war vor einiger Zeit an der Bach-Kirche in Arnstadt (Thüringen), um einen Wort-Beitrag zu einer Bach-Kantate beizusteuern, die Jörg Reddin mit seinem Chor und Orchester musizierte.

Es war eine wunderbare Kooperation.
Nun ist er hier bei uns in der nördlichen Uckermark. Demnächst ist er in Kopenhagen, aber das macht nichts.
Heute jedenfalls haben wir eine Orgel-Werkstatt veranstaltet. Denn die wunderbaren alten Instrumente wollen schließlich gespielt werden.
Wer wollte, konnte unten im Kirchenschiff sitzen. Wer wollte, konnte mit hinauf auf die Orgelempore. Dort wurden die gespielten Stücke erklärt. Und auch die Orgel natürlich.
Ich habe einen kleinen live-Mitschnitt davon gefertigt, damit man – auch wenn man nicht dabei sein konnte – einen Eindruck bekommt, was ein ausgefuchster Organist so einer kleinen Dorforgel an Klängen entlocken kann. Und mit ein paar klicks geht die ganze Sache ins Internet und erzählt von dem, was wir hier tun.
Unsere kleine Dorforgel ist ein der Romantik verpflichtetes Instrument. Sie stammt eigentlich aus Berlin und wurde der Gemeinde vor langen Jahren geschenkt. Sie ist überholt, gestimmt – und wird gespielt, wie man hören kann.
Aus dem Programm von heute seien drei kleine Stücke hier wiedergegeben, damit man einen Eindruck von der Orgel bekommt. Davon, was sie kann, und davon, wo ihre Grenzen liegen. Den Bach haben wir nun schon gehört. Den Schumann auch. Hier nun also noch etwas von Johann Sebastian. Wir hören zum Choral „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ zwei Fassungen. Eine „einfache“, bei der man die Melodie gut erkennen kann und gleich im Anschluss eine zweite, die der junge Johann Sebastian bei seinem Lehrer Dietrich Buxtehude in Lübeck erlernt hatte. Sehr zum Unwillen des Konstistoriums……
Das Publikum war sehr angetan von dieser Art der Musik-Präsentation und wir wollen solche Orgel-Werkstätten an anderen Orgeln unserer Gemeinde wiederholen. Es ist eine wunderbare Sache. Sie kostet nichts, nur ein paar klicks im Internet. Und sie macht denen, die live dabei waren, sehr viel Freude. Und denen, die diese Hör-Geschichte hier wahrnehmen, vielleicht auch.

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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