Der Internet-Garten. Die Saison 2013. Wo wir stehen und was wir vorhaben


35 Berliner in Hetzdorf 3.4.13

Heute hat offensichtlich die Garten-Saison begonnen, obwohl noch Schnee liegt. 35 Berlinerinnen und Berliner waren mit einem Reisebus da, zunächst in Wolfshagen, danach in Hetzdorf, um die Kirchen zu besichtigen und um etwas zu erfahren über diesen mysteriösen „Internet-Garten“. Wir haben uns sehr gefreut über diesen Besuch und wir haben die Gäste auf eine Tasse Kaffee eingeladen. Ich habe berichtet, wie der Garten entstand vor einem Jahr als „sichtbares Zeichen der Verbindung vieler Menschen“, habe von unseren Erfahrungen mit dem Projekt erzählt und dazu eingeladen, am 15./16. Juni zum „Tag der offenen Gärten“ wieder zukommen. Unsere Gäste waren sehr interessiert und staunten nicht schlecht, was man mit „diesem Internet“ so alles anfangen kann. Dass wir z.B. bei der Erschließung unserer schönen alten Kirchen per QR-Code für Gäste einen höheren technischen Standard haben als Hamburg oder Berlin, führte dann doch zu verwundertem Staunen.

Wie ist der Stand?
Der Garten ist angelegt (April 2012). Er ist ein öffentlich zugänglicher Meditationsgarten, denn die Pfarrgärten stehen in der Tradition der Klostergärten. Er hat eine erste Saison hinter sich, die zu einem beinahe unglaublichen öffentlichen Interesse geführt hat, das wir uns so nicht vorstellen konnten. Deutschlandweit wurde berichtet, im TV (ZDF), Radio (DLF), Zeitungen (Süddeutsche, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Nordkurier, Schweriner Zeitung, UckermarkKurier und andere). Im blog und in den Netzwerken sind wir mit etwa 25.000 Menschen verbunden, die das Projekt verfolgen und auch unterstützen.
Nordkurier 3.4.13Mittlerweile bahnt sich mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes eine internationale Partnerschaft zu einem wundervollen alten Garten in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans an. Das ist deshalb schön, weil die Rosen überwiegend aus muslimischen Ländern stammen. Wir beginnen mit dem Aufbau eines internationalen Netzwerks.  Darüber hat heute die Zeitung berichtet.

Wir rechnen zum Tag der offenen Gärten (im Netzwerk der offenen Gärten Uckermark sind 42 Gärten beteiligt) mit vielen Gästen, weshalb wir uns Gedanken machen müssen um die Versorgung der Gäste. Wir möchten gern erreichen, dass Beschäftigung entsteht, denn der Garten soll einen Beitrag leisten zur Entwicklung eines sanften Tourismus hier in der Region, die vom demografischen Wandel besonders betroffen ist. Deshalb überlegen wir, ob nicht jemand, der ohnehin in dieser Richtung Vorhaben plant, die Versorgung übernehmen könnte. Da zeichnet sich Konkretes ab.

Im Garten selbst soll in diesem Jahr die Pergola errichtet werden mit einer Sitzbank darunter. Vielleicht reichen die Zuwendungen auch für eine zweite Bank am „Platz der Stille“. Und wir wollen mit der Unterpflanzung beginnen, die uns helfen soll, die Pflege des Gartens zu erleichtern. Im vergangenen Jahr hatten wir mit der Unkrautbekämpfung sehr viel Arbeit. Eine Unterpflanzung mit Katzenminze könnte dem abhelfen. Lavendel können wir uns – noch – nicht leisten, die kleine Garten-Kasse entsteht erst.
Vielleicht schaffen wir es sogar, für die mitreisenden Kinder einen Sandkasten vor dem Eingang zum Garten anzulegen. Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass das sinnvoll sein könnte. Für die größeren Kinder gibt das große Pfarrgelände mit Buschwerk, großen Bäume und vor allem dem Bach genügend Gelegenheit zum Spielen, während die Eltern den Garten besuchen und sich informieren bei einer Tasse Kaffee und einem selbstgebackenen Stück Kuchen.
Wir wollen also, wie im vergangenen Jahr, Schritt für Schritt vorgehen.
Sobald der Schnee geschmolzen ist und die Witterung erste Arbeiten erlaubt, wollen wir beginnen.
Das Wichtigste ist in diesem Jahr die Unterpflanzung mit Katzenminze.
Da freuen wir uns natürlich wieder über jede Unterstützung. Übrigens kann man natürlich auch noch Rosen stiften. Dabei gilt die bewährte Regel: es gibt ein Foto davon im Internet und vor jeder Pflanze wird auf einem Schildchen vermerkt, wie die Pflanze heißt und wer sie gestiftet hat.
Wir bedanken uns jetzt schon für alle Unterstützung, die wir erfahren haben und sicher weiter erfahren werden.

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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