Bietigheim bei Stuttgart und Uckerland – etwas von der Innovation


Seit 1921 gibt es den „Biethigheimer Tag„. Er ist eingerichtet worden als Dialogforum zwischen Kirchen und Sozialdemokratie. Zum 92sten Mal fand er statt und man hatte mich eingeladen, um von unseren praktischen Erfahrungen im Umgang mit social media zu berichten.
Allein dieser Vorgang ist schon bemerkenswert.
Was bringt eine Innovations-Region wie die um Stuttgart dazu, einen Dorfpastor aus der dünn besiedelten nördlichen Uckermark einzuladen?
Neugierde. Wissbegierde. Der Wunsch nach Austausch.
Schön.
Also bin ich gefahren und habe berichtet von unseren konkreten Erfahrungen im Umgang mit social media. Von unserer Situation habe ich erzählt, vom demografischen Wandel, von der großen sozialen Not, von den wenigen Mitarbeitern – und davon, wie wir das Internet konkret in ganz konkreten Projekten nutzen. An drei Beispielen habe ich berichtet: a) vom Internet-Garten habe ich berichtet und b) von der akustischen Kirchenführung online, die man per QR-Code auf dem Handy anhören kann (sogar die EKD in Hannover hat ein Interesse an unseren Erfahrungen) und von unseren nächsten Plänen, c) dem eigenen „Fernsehkanal“ via youtube.
500 Menschen waren gekommen. Der Oberbürgermeister der Stadt (42.000 Einwohner) Jürgen Kessing; der Fraktionsvorsitzende im Landtag Claus Schmiedel und viele andere „Promis“. Bei der anschließenden Diskussion waren 120 Menschen beteiligt. Das Interesse war sehr groß. Auch die Zeitung war den ganzen Tag über dabei und wird berichten.
Was habe ich erlebt?
Sehr viel Zustimmung. Ich konnte aber auch beobachten: selbst eine Innovations-Region wie die um Stuttgart beginnt erst, social media wie ein Werkzeug zu nutzen. Wir haben da ein paar Jahre Vorsprung, etwa 2 – 3 Jahre. Gut.
Man diskutiert noch eher allgemein. Äußert Befürchtungen. Nur wenigen ist klar, dass social media ein Werkzeug ist. Es fehlt noch weitgehend an ganz konkreten praktischen Projekten, an denen man lernt. Da sind wir weiter.
Die für uns in Uckerland schönste Anerkennung unserer Arbeit formulierte ein Gemeindevertreter aus Bietigheim in der anschließenden Diskussion so: „Wir in der Region Stuttgart halten uns ja immer gern für einen Motor der Innovation in Deutschland – aber mit dem, was ihr da schon ganz konkret und praktisch tut in Uckerland, habt ihr uns locker überholt.“
Wenn ich mit dem Vortrag neue Freunde der Uckermark gewinnen konnte, soll es mich freuen. Wenn der eine oder andere in Bietigheim sich nun auch anhand eines konkreten Projektes auf den Weg macht, um am Projekt zu lernen, wie das funktioniert mit social media, dann freut es mich auch.
Wenn Vortrag und Diskussion dazu einen Impuls gegeben haben, dann hat sich die lange Anreise gelohnt.

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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