Ich hörte Gott lachen. Etwas über den Iran und Uckerland


Morgens, wenn der Tag klar ist, ist Zeit für Lektüre. Die persischen Rosen im neuen Garten geben heute den Impuls. Ich beginne, ein wenig zu recherchieren und stoße auf die Rosenstadt Schiras. Sie liegt in „Persien“, im Iran also.
Uralte Kulturlandschaft. Nun neu verbunden mit Uckerland. Die Rosen haben das Band geknüpft.
Die Spur führt mich weiter: zu den Dichtern Saadi und Hafis, dem Sohn des Kohlenhändlers, der den Koran auswendig wusste. Persische Mystik, eine Spur, der ich nun schon etliche Jahre folge. Rumi hatte mich drauf gebracht, damals, im Norden Afghanistans, als ich seine Geburtststadt besuchte im Jahre 2003, in jener uralten Stadt Balkh, die früher in der römischen Provinz Baktrien lag und älter sein soll als Jericho.
Damals nahm ich den Faden auf zu einer neuen Spiritualität, einer, die Handwerk und Herz miteinander verbinden kann, praktische Arbeit und Meditation, ora et labora. Es ist eine alte Spiritualität, die aber, wie ein alter Quell, neu entdeckt werden will. Nichts nur für den Kopf, wie wir es im Westen gewöhnt sind, sondern etwas für den Zusammenhalt von Kopf und Herz, Leib und Seele. Etwas für den ganzen Menschen.

Die Rosen im neuen Internet-Garten führen mich nun also wieder auf diese Spur. An diesem Morgen im Mai 2012.
„Ich hörte Gott lachen“. So heißt ein Büchlein, das ich mir grad bestellt habe, weil ich mehr wissen will von den Rosen aus Persien.
So geht der Pfad, so zieht sich das Band.
Erst kam der „Einfall“ mit diesem Internet-Garten. Dann kamen die alten Rosen aus Persien, die eine 2500 Jahre, die andere gar 4000 Jahre alt – und, siehe da, die Dinge verknüpfen sich, werden deutlicher, treten aus dem Nebel: da entlang geht die Spur.
„Ich hörte Gott lachen“.
Schön, wie er das macht. Mit den Rosen in Uckerland und mir und dem Iran und mit Rumi, Hafis und den anderen Weggefährten. Dag Hammarskjöld sehe ich lächelnd an seinem Schreibtisch in New York, die „Tanzenden Derwische“ vor sich auf dem Tisch, der Hinweis auf Rumi, mit dem er sich intensiv beschäftigt hat. Meine Freunde vom ZEN sehe ich um die Ecke schauen und lächeln. Und Teresa von Avila, meine heimliche Geliebte, steht in der Küche zwischen ihren Töpfen und kocht uns was Leckeres, während Meister Eckhart Kluges von der Seele zu berichten weiß….
„Ich hörte Gott lachen“.
Solche Tage gibt es.

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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