Etwas aus der Washington Post


„Das Ende des Fisches“ heißt eine Grafik, die heute über die Washington Post kam.
Zwei Bilder sind zu sehen: eins von 1950 und eins von 2006.
Eine Katastrophe wird sichtbar.
Wir Menschen leben über unsere Verhältnisse, vernichten, was uns eigentlich am Leben erhält. Alle Politik hilft nicht, der Raubbau geht weiter.
Am Ende rufen die Fischer nach Subventionen, das ist es dann auch schon. Aber sehr viele Menschen in sehr vielen Ländern leben vom Fisch. In Afrika habe ich es gesehen, in Indien und Japan auch, in Südamerika ebenso. Ihnen fehlt ein wichtiges Grundlebensmittel. Hunger wird die Folge sein.

Wenn ich solche Nachrichten lese und wirklich in mich aufnehme, fallen mir die alten Texte ein:
„Dann sprach Gott: das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen. Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war. Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag.“ (Erster Schöpfungsbericht; Genesis 1, 20 – 23; Übersetzung: Jerusalemer Bibel).
Im zweiten Schöpfungsbericht (Genesis 2, 4b folgende) ist von Fischen keine Rede. Das ist der Schöpfungsbericht der Landwirte, Bauern und Gärtner:
„Gott der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.“

Nun ist der Fisch alle.
Weil wir uns die Erde untertan gemacht haben (erster Schöpfungsbericht), statt sie zu bebauen und zu hüten (zweiter Schöpfungsbericht). Der „zweite“ Schöpfungsbericht ist eigentlich der ältere. Wir hätten auf ihn hören sollen.

„Siehe, es war sehr gut“.
war“ steht da.

Ich kann es nicht begreifen, weshalb sich ausgerechnet der vernunftbegabte Mensch, den einer der alten Texte als „Krone der Schöpfung“ bezeichnet hat, die Lebensgrundlagen zerstört.
Suizid auf Raten.
Ich kann es nicht begreifen.

Wir sollten den älteren Schöpfungsbericht wieder mehr lesen, den aus der Sicht der Landwirte und Gärtner. Wir sind „in den Garten Eden gesetzt, um ihn zu bebauen und zu hüten“.
Wir haben diese Erde nicht, um sie uns „untertan“ zu machen.
„Bebauen und hüten“. Also achtsam mit ihr umgehen, darum geht es.
Aber das ist vermutlich in den Wind gesprochen……

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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