Der Internet-Garten in Hetzdorf (Uckerland). Garten-Tagebuch. Tag 16


Was für ein Tag! Ich war gerade dabei, die ersten beiden Kletterrosen an der Südwestwand des Pfarrhauses einzupflanzen, da kamen Herr und Frau Lorenz aus Dolgen überraschend zu Besuch. „Wir wollen was tun“ sagte Frau Lorenz trocken. „Es geht um die Hecke, die muss zum Frisör. Und wir wollen den Weg zum Rosen-Garten anlegen.“
Also fingen sie an und ich half mit.

„Meiner Frau ging es gar nicht so gut in den vergangenen Tagen“ erzählt Herr Lorenz bei der Arbeit, „aber sie hat schon mal den Plan für den Garten gezeichnet“.

„Mir ging es gut dabei“ ergänzt Frau Lorenz, die ich um Rat gebeten hatte bei der Anlage des Rosen-Gartens, denn sie hat in ihrem eigenen Garten gezeigt, was dreißig Jahre Erfahrung sind.
Ich bin sprachlos, mit welchem Engagement die beiden sich dem Projekt verschrieben haben. Er ist spezialisiert auf den Umgang mit Feldsteinen – die sollen ein Gestaltungselement im Garten sein. Sie hat den Gesamtplan im Kopf, überlegt, welche Bäume, welche Rosen verwendet werden sollen. Wie man den Garten so anlegen kann, dass er nach und nach entstehen kann.
Aber zunächst rücken wir der alten Flieder-Hecke zu Leibe, denn hier hat diverses Schlinggewächs dem Flieder und den Schneebeeren arg zu schaffen gemacht. Ein schmaler Pfad soll entstehen, der den Pfarrgarten am Haus mit dem Rosen-Garten verbinden soll.

„Wie alt ist der Flieder in dieser Hecke?“ will ich wissen.
„Na, bestimmt hundert Jahre, so stark, wie der Stamm ist.“ Hundertjähriger Flieder! Was für eine schöne Entdeckung.
Und dann ist der Pfad freigeschnitten.
„Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee einladen?“ frage ich und die beiden nehmen gerne an.
Wir sitzen oben auf der Terrasse und schmieden Pläne.

„Haben Sie einen kleinen Pfahl, den wir stecken könnten, um die Stelle zu markieren, wo der Baum in der Mitte des Rondells gepflanzt werden soll?“ fragt Frau Lorenz und ich hole aus dem Holzstall etwas Passendes. Wir schreiten die Fläche so ab, dass wir einen Kreis von etwa acht Metern Durchmesser bekommen, eingefasst von einer Buchenhecke soll hier der „Platz der Stille“ entstehen. In der Mitte wird der Baum gepflanzt. Dort schlage ich den Pflock ein.
Was für ein Tag!

Über stillefinden

dies ist der blog der Kirchgemeinden im Uckerland. verantwortlich: Pfarrer Ulrich Kasparick Hetzdorf 16 17337 Uckerland mail: Hetzdorf@pek.de auch bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Kirchen-in-Uckerland
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